Selbstwirksamkeit – was ist das überhaupt?

Kennst du Situationen, in denen du dir und deinen Fähigkeiten vollkommen vertraust und weißt, dass du das, was du dir gerade vorgenommen hast, in jedem Fall schaffen wirst – komme, was wolle? Prima, dann erlebst du in dieser Situation das Gefühl von Selbstwirksamkeit!

Doch was bedeutet der Begriff Selbstwirksamkeit überhaupt? Per Definition stellt sich das Gefühl von Selbstwirksamkeit dann ein, wenn ich der Überzeugung bin, eine schwierige oder herausfordernde Situation ohne Probleme bewältigen zu können.

Ich gehe also davon aus, das meine Fähigkeiten groß oder ausgeprägt genug sind, um das zu erreichen oder umzusetzen, was ich möchte. Ich bin der Überzeugung, dass ich selbst etwas bewirken kann – ein tolles Gefühl, das uns unsere Tatkraft im ganzen Körper spüren und erleben lässt!

Vielleicht gibt es aber auch Situationen, in denen du dich ganz und gar nicht selbstwirksam fühlst?

Jede:r von uns kennt mit Sicherheit auch die Gegenseite von Selbstwirksamkeit – das Gefühl, einer Herausforderung nicht gewachsen zu sein oder sich in bestimmten Momenten gar vollkommen handlungsunfähig zu fühlen.

Das ist menschlich. Und hängt mit deinem Selbstbild und deinen Glaubenssätzen zusammen. Diese Bilder und Glaubenssätze haben sich in dir geformt, sind aber nicht unbedingt durch dich entstanden. Vielmehr sind sie das Produkt der Erfahrungen, die du – vor allem in deiner Kindheit – gemacht hast.

So haben Gedanken wie „Ich bin nicht gut genug“ selten etwas damit zu tun, tatsächlich nicht gut genug zu sein. Solche Gedanken und Überzeugungen sind häufig entstanden, weil jemand anderes uns gesagt hat, wir seien nicht gut genug.

Die Folgen solcher Glaubenssätze können zum Beispiel geringes Selbstvertrauen und eben auch ein Mangel an dem Gefühl von Selbstwirksamkeit sein. Denn: Je weniger ich mir selbst vertraue, desto geringer ist meine Überzeugung, Herausforderungen auch meistern zu können – und vice versa.

Du kannst dir sicher leicht vorstellen oder kennst es vielleicht aus eigener Erfahrung, dass solche inneren Überzeugungen sehr lähmend sein können.

Das Gute ist: Glaubenssätze lassen sich auflösen

Die gute Nachricht ist, dass wir unsere inneren Überzeugungen und Glaubenssätze auflösen oder umschreiben können, wenn wir sie uns bewusst machen. In unserem nächsten Beitrag geben wir dir dazu ein paar praktische Tipps an die Hand.

Wann hast du dich zuletzt selbstwirksam gefühlt?

Wie immer im Leben gibt es kleine und große Momente, in denen wir ein Gefühl von Selbstwirksamkeit empfinden können – zum Beispiel, wenn ich beim Sport eines meiner Ziele erreicht habe. Oder wenn ich den schweren Karton doch allein die Treppe hochgehievt bekommen habe. Selbstwirksamkeitsempfinden kann sich aber auch einstellen, wenn ich jemandem ein klares Nein gegeben habe und das Gegenüber dieses Nein auch akzeptiert.

Wie ist das bei dir? In welcher Situation hast du dich so richtig in deiner Kraft gefühlt und dir gedacht: I can do it – no matter what!

Wann hast du dich zuletzt so gefühlt, dass du wirklich etwas bewirken kannst?

Erzähle es uns gern in den Kommentaren.


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